Wenn Sie Marketing-E-Mails versenden, liefert die Information darüber, wer Ihre Nachricht geöffnet oder einen Link angeklickt hat, Ihrem Marketing-Team wertvollen Kontext. In manchen Regionen schreiben Datenschutzbestimmungen jedoch vor, dass Kontakte ausdrücklich einwilligen müssen, bevor ihr E-Mail-Verhalten getrackt werden darf. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zustellbarkeit und strengem Datenschutz ist entscheidend, um Vertrauen bei Ihrer Zielgruppe aufzubauen.
Positive User bietet Ihrem Team eine workspace-weite Steuerung des E-Mail-Trackings. Wenn Sie verstehen, wie E-Mail-Tracking funktioniert und wann es sinnvoll ist, es zu deaktivieren, kann Ihr Team Kampagnen im Einklang mit rechtlichen Vorgaben durchführen und gleichzeitig eine reibungslose Kommunikation sicherstellen.
Mit dem E-Mail-Tracking können Sie die Kampagnenleistung messen, indem Sie erfassen, wann Empfänger Ihre Nachrichten öffnen oder eingebettete Links anklicken. In Positive User basiert dieses verhaltensbezogene Tracking auf einem unsichtbaren, transparenten 1x1-Tracking-Pixel, das in den HTML-Code der E-Mail eingebettet ist, sowie auf modifizierten Linkstrukturen. Wird eine E-Mail geöffnet, lädt das Pixel und protokolliert das Event mitsamt Öffnungszeitpunkt. Positive User hängt automatisch einen Tracking-Parameter (__ca__chat) sowie einen eindeutigen Schlüssel an die Links in Ihrer Nachricht an. Klickt ein Kontakt auf einen Link, registriert das System den Klick für Ihre Kampagnenkennzahlen, setzt ein Cookie, um die Website-Aktivität mit dem Kontaktdatensatz zu verknüpfen, und leitet die Person zur Zielseite weiter.
Mehr dazu: „So werden E-Mail-Öffnungen und -Klicks getrackt"
Um modernen Datenschutzstandards und Vorgaben europäischer Datenschutzbehörden (etwa der französischen CNIL oder der italienischen Garante) gerecht zu werden, müssen Empfänger ausdrücklich einwilligen, bevor ihre E-Mail-Interaktionen getrackt werden dürfen.
In Positive User wird das E-Mail-Tracking auf Workspace-Ebene gesteuert. Wenn Sie das Tracking deaktivieren, werden sowohl das Öffnungs-Tracking (das unsichtbare Pixel) als auch das Klick-Tracking (der Link-Parameter „__ca__chat") gleichzeitig für alle einmaligen und automatisierten Kampagnen abgeschaltet.
Die kontaktbezogene Einwilligungsverwaltung (Tracking nur für einzelne Kontakte aktivieren, die zugestimmt haben) wird in Positive User in naher Zukunft eingeführt.
So ändern Sie die Tracking-Einstellungen in Positive User (nur für Administratoren verfügbar):
Gehen Sie zu „Workspace Einstellungen" → „E-Mails" → „E-Mail-Tracking".
Wählen Sie den gewünschten Modus:
Für alle aktivieren (Standard): Jede aus Positive User versendete E-Mail enthält das unsichtbare Pixel und den Link-Tracking-Parameter (__ca__chat).
Für alle deaktivieren: E-Mails werden ohne Tracking-Pixel und ohne parameterveränderte Links versendet. Links funktionieren normal als Standard-URLs.
Bestätigen Sie Ihre Auswahl im Pop-up-Dialog („E-Mail-Tracking für alle aktivieren" bzw. „E-Mail-Tracking deaktivieren").
Das Deaktivieren des Trackings entfernt keine Statistiken aus Kampagnen, die versendet wurden, während das Tracking aktiv war.

Die Einstellungen werden dynamisch zum Sendezeitpunkt ausgewertet. Änderungen dieser Einstellung in Positive User wirken sich auf alle zukünftigen Sendungen aus – einschließlich bereits geplanter Kampagnen, die noch nicht versendet wurden.
Die Deaktivierung des E-Mail-Trackings wirkt sich auf mehrere Bereiche der Plattform aus:
Bereich | Verhalten |
Verhalten von Links | Alle Links in Ihren E-Mails bleiben für die Empfänger voll funktionsfähig, Klicks werden jedoch nicht protokolliert. |
Kampagnenerstellung | Im Schritt „Zusammenfassung" erscheint ein informatives Banner: „E-Mail-Tracking ist deaktiviert – Sie sehen für diese Kampagne keine Öffnungs- oder Klickstatistiken." In der Zeile „Verhaltensbezogenes Tracking" wird angezeigt, dass Öffnungs- und Klick-Tracking deaktiviert sind. |
A/B-Test | Die Option „A/B-Test hinzufügen" wird bei der Kampagneneinrichtung ausgeblendet, da der A/B-Test auf Interaktionskennzahlen basiert. |
Automatisierungen | Im Workflow-Builder erscheint ein gelbes Badge „Öffnungs- und Klick-Tracking deaktiviert". Automatisierungsschritte, die auf E-Mail-Öffnungen oder -Klicks basieren (Aktions-Trigger/Bedingungen), werden markiert und nicht ausgelöst. |
E-Mail-Statistiken hängen davon ab, ob das Tracking zum Zeitpunkt des Versands aktiv war, nicht von Ihrer aktuellen Workspace-Einstellung.
Versendet mit aktiviertem Tracking: Vollständige Öffnungs- und Klickdaten bleiben in den Berichten sichtbar, auch wenn das Workspace-Tracking später deaktiviert wird.
Versendet mit deaktiviertem Tracking: Es wird kein Tracking-Pixel zum Sendezeitpunkt eingefügt – es werden also keine Interaktionsdaten erfasst.
So werden nicht getrackte Daten in den Berichtsansichten dargestellt:
Kampagnendetails: Die Abschnitte „Öffnungs- und Klickraten" sowie „Interaktionskennzahlen" zeigen leere Werte (-). Ein Overlay weist darauf hin: „Öffnungs- und Klick-Tracking ist deaktiviert".
Kontaktdetails: Der Abschnitt „E-Mails" im Kontaktprofil zeigt in den Spalten für Öffnungen und Klicks Striche (-).
Kampagnenliste & aggregierte E-Mail-Statistiken: Die Gesamtübersicht der Kampagnenliste und die aggregierten E-Mail-Statistiken auf hoher Ebene bleiben in Positive User weiterhin zugänglich.
Zustellprotokolle: Sie können den Tracking-Status pro E-Mail überprüfen, indem Sie die CSV exportieren. Diese enthält eine Spalte „tracking_enabled" (Werte: „t" für true, „f" für false).
Um die Vorgaben zum Schutz personenbezogener Daten einzuhalten, sollten Sie folgende Praktiken in Ihrer Erfassungs- und Versandstrategie berücksichtigen.
Anmeldeformulare: Fügen Sie in Ihren Webformularen ein nicht vorab angekreuztes Kontrollkästchen ein, mit dem Abonnenten dem verhaltensbezogenen E-Mail-Tracking ausdrücklich zustimmen können. Achten Sie darauf, Ihre Datenschutzerklärung und Informationshinweise entsprechend zu aktualisieren.
Alternative Erfassung: Wenn Sie Daten offline oder über Dritte erfassen, holen Sie die Tracking-Einwilligung über eine Folge-E-Mail ein, bei der ausschließlich der Link der Einwilligungsschaltfläche getrackt wird.
Häufigkeit der Nachfassaktion: Antwortet ein Kontakt nicht auf eine Einwilligungsanfrage, warten Sie mindestens sechs Monate, bevor Sie erneut anfragen.
Dokumentation: Führen Sie in Ihrer eigenen Datenbank Protokolle mit Zeitstempel und Einwilligungsstatus, um diese bei möglichen Datenschutzprüfungen vorlegen zu können.
Eigener Abmelde-Link: Stellen Sie in Ihren E-Mails einen separaten, nachvollziehbaren Link bereit, mit dem sich Empfänger gezielt vom Tracking-Pixel und Link-Tracking abmelden können. Dieser muss unabhängig vom Haupt-Abmelde-Link des Newsletters sein.
Bestätigungsseite: Stellen Sie sicher, dass der Link zum Widerruf der Einwilligung auf eine Bestätigungsseite führt.
Präferenzzentrum: Erwägen Sie ein zentrales Präferenzzentrum, in dem Empfänger ihre Tracking- und Abo-Einstellungen unabhängig voneinander verwalten können.
Sofortige Umsetzung: Sobald ein Kontakt seine Einwilligung widerruft, muss diese Entscheidung für alle nachfolgenden Kommunikationen respektiert werden.
Das Erfordernis einer ausdrücklichen Einwilligung gilt speziell für Marketing- und Werbekommunikation.
Wesentliche transaktionale E-Mails (z. B. Passwort-Zurücksetzungen, Sicherheitshinweise und Bestellbestätigungen) erfordern keine Tracking-Einwilligung.